Kambodscha

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ÜBERBLICK KAMBODSCHA

Kambodscha ist noch ein echtes Abenteuerland, denn in den meisten Orten stößt du nur selten auf andere Reisende, ausgenommen natürlich die wunderschönen Tempelanlagen des Angkor Wat, aber auch hier kannst du dich in einem verlassenen Tempel wiederfinden, wenn du die bekannteren Tempel vermeidest. Außerdem hat Kambodscha auch landschaftlich einiges zu bieten: Gebirge, der Mekong, der längste Fluss der Welt, Schwemmland, einsame Inseln und schöne Strände. Hier wirst du auf jeden Fall fündig!

KLIMA & REISEZEIT

Da Kambodscha nahe des Äquators liegt, gibt es keine zu großen Unterschiede zwischen Sommer und Winter. Die Temperaturen bewegen sich ganzjährig zwischen 26 und 33 Grad, allerdings herrscht zwischen Mai und Oktober Regenzeit.

Die beste Reisezeit für Kambodscha ist Dezember bis März, da hier Trockenzeit ist. Ab März steigen die Temperaturen bis auf 40 Grad und die Luftfeuchtigkeit erreicht bis zu 90%. Dann wird es teilweise echt anstrengend! Wir waren im März da, das war schon wirklich an der Grenze. Durch das feuchtheiße Monsunklima haben wir den ganzen Tag so geschwitzt, dass es uns nur so runtergelaufen ist!

Innerhalb der Landes unterscheidet sich das Klima kaum.

Kambodscha haben wir zwar als sicheres Land wahrgenommen, allerdings solltest du hier immer auf deine Wertsachen achten. Raubüberfälle an Touristen kommen auf jeden Fall ab und an vor und du willst ja nicht einer von ihnen sein!

KULTURELLE BESONDERHEITEN

Kambodscha ist ein vorwiegend buddhistisches Land. Du solltest deine Kleidung und dein Verhalten also etwas anpassen, musst dich aber auch nicht verrückt machen. In Siem Reap kannst du locker in Shorts und Shirt rumlaufen.

Bei einem Ausflug nach Angkor Wat sieht es dagegen anders aus. Hier solltest du lange Kleidung tragen, und besonders deine Schultern mit einem Tuch bedecken.

Da Kambodscha aufgrund des Bürgerkriegs als eines der am stärksten verminten Länder der Welt gilt, solltest du dich nicht ohne Begleitung eines Guides abseits der Pfade aufhalten. Vor allem entlang der thailändischen Grenzen und im Osten gibt es noch umexplodierte Bomben, unter anderem aus dem Vietnamkrieg. Auch in Angkor Wat empfiehlt es sich, den vorgeschlagenen Rundwegen zu folgen.

Angkor Temple in Cambodia

Die Sicherheitslage kann sich in Kambodscha schnell ändern. Checke am besten vor der Planung einer Reise dorthin wie es aktuell aussieht.

Streng geht es in Kambodscha bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. Schon geringste Mengen an Drogen führen zu langjährigen Haftstrafen unter wirklich schlechten Bedingungen. Auch die Entwendung von Kulturgütern ist streng verboten. Also lass die Hände weg von abgefallenen Tempelteilen!

Trotz des Aufschwungs in den letzten Jahren ist Kambodscha immer noch ein sehr armes Land. 35% der Menschen leben unter der nationalen Armutsgrenze. Stell dich darauf ein, Frauen mit Kindern am Straßenrand schlafen oder generell einige unterernährte Kinder zu sehen.

Falls du jemals in die Situation kommst, mit Kambodschanern im Sitzkreis zu sitzen, setz dich seitlich. Es gilt als respektlos, mit den Füßen auf andere Menschen zu zeigen!

ESSEN & TRINKEN

Die kambodschanische Küche ist wirklich vielseitig. Lokale Spezialitäten aus der Khmer-Küche werden mit Einflüssen aus den umgebenden Ländern wie Vietnam, China, Thailand oder Malaysia kombiniert. Sie wird oft auch als „Thai-Küche ohne Schärfe“ bezeichnet, denn sie ist der thailändischen sehr ähnlich, aber eben nicht so scharf gewürzt. Wie in Vietnam ist das französische Erbe spürbar, zum Beispiel in Form von Baguette.

Zu fast jedem Gericht und zu jeder Tagesmahlzeit wird Reis serviert, manchmal auch Nudeln. Fisch, Meeresfrüchte und Hähnchen werden typischerweise meist säuerlich angemacht. Gewürzt wird oft mit einer Paste aus kleinen getrockneten Fischen namens Prahok. Unser Lieblingsgericht ist Amok, ein Curry, das aus Fisch, Fleisch oder Gemüse besteht und meist in einer halben Kokosnuss serviert wird. Aber auch viele verschiedene Suppenarten (Sup) stehen auf der Speisekarte, die von den Kambodschanern auch gerne zum Frühstück gegessen werden.

Wenn du richtig mutig bist, kannst du in Kambodscha frittierte Käfer, Heuschrecken oder auch Spinnen probieren. Auf dem Markt in Siem Reap hast du zum Beispiel eine gute Gelegenheit dafür!

Zu den beliebtesten Getränken zählt in Kambodscha Zuckerrohrsaft, den es oft frisch gepresst gibt. Leitungswasser solltest du in Kambodscha nicht trinken, dafür gibt es an jedem Straßenstand Wasser zu kaufen.

Traditionell wird in Kambodscha auf dem Boden gegessen. Auf einer Matte sitzend werden die Gerichte von Palmenblättern mit der rechten Hand zu sich genommen. In Restaurants sitzt du aber ganz normal mit Stuhl am Tisch. Wenn du mit Stäbchen nicht so gut umgehen kannst, darfst du dich freuen. Hier gehören Gabel und Löffel zum Standardbesteck!

EVENTS

Die traditionellen und kulturellen Feste Kambodschas richten sich nach dem kambodschanischen Mondkalender. Sie alle sind beeinflusst vom Buddhismus, Hinduismus und königlichen Kulturen.

Die wichtigsten Feste sind folgende:

– Bon Chol Chhnam Thmei: Das Silvester der Khmer wird am 13. April gefeiert, manchmal auch am 14. An diesem Tag endet die Erntesaison und die Farmer können sich entspannen, bevor die Regensaison beginnt. Das Fest geht 3 Tage und wird begleitet von zahlreichen Tänzen und traditionellen Khmer Spielen.

– Bon Chroat Preah Nongkoal: Jedes Jahr im Mai wird zu Beginn der Pflanzsaison gefeiert und zwar mit einer Zeremonie im Park neben dem königlichen Palast in Phnom Phen. Traditionell pflügt ein „König“ den Acker, während die „Königin“ die Saat verstreut. So soll eine reiche Ernte begünstigt werden. Alle Frauen und Männer tragen zu diesem Fest traditionell bunte Khmer Kostüme.

– Pchum Ben Tag: An 15 Tagen zwischen Ende September und Anfang Oktober feiern die Kambodschaner die Toten und bieten den Mönchen und hungrigen Seelen der Tempel Essen an. Ein sehr wichtiges Fest in Kambodscha!

– Wasser Festival: Jedes Jahr im November wird dieses Fest an drei Tagen abgehalten. Es ist eine Art Erntedankfest des Mekong Flusses und leutet die Fischfang-Saison ein.

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