Abenteuer auf Europas Straßen

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1. Durch den Norden Skandinaviens

Die skandinavischen Länder sind genial für Roadtrips! Das liegt nicht nur an der unberührten und rauen Natur, die sich auf den einsamen Straßen perfekt entdecken lässt, sondern auch daran, dass du hier fast überall wild zelten darfst. Du brauchst also keine Zeit damit verschwenden, dir abends eine Unterkunft zu suchen, sondern kannst einfach dort schlafen, wo du gerade bist und wo es dir gefällt.

Startpunkt: Norwegens Hauptstadt Oslo

Am besten startest du deine Tour in Oslo. Je nachdem von wo aus du anreist, kannst du entweder mit dem Auto in die norwegische Hauptstadt fahren oder du nimmst das Flugzeug und holst am Flughafen deinen Mietwagen ab, um deinen Roadtrip zu beginnen. Falls du noch nie in Oslo warst, dann plane hier ruhig zwei Tage extra ein. Damit hast du genug Zeit für einen Besuch der Festung Akershus und des Wikingerschiffmuseums sowie für einen richtig leckeren Burger in der Døgnville Burger Barim Szeneviertel Grünerløkka.

Anschließend geht es über Trondheim weiter nach Tosbotn, das vor den Toren des Lomsdal-Visten-Nationalparks liegt. Hier lohnt es sich, das Auto stehen zu lassen und den Park zu Fuß oder mit einem gemieteten Mountainbike zu erkunden. Der Nationalpark ist mit seinen 1.100 Quadratmetern nicht gerade groß, dafür aber umso abwechslungsreicher: Hier kannst du nicht nur die typischen norwegischen Fjordlandschaften entdecken, sondern auch einen schnellen Abstecher ins Hochgebirge machen.

Weiter geht’s nach Schweden und Finnland

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Foto TTStudio

Von der norwegischen Küste aus führt dich dein Weg als Nächstes nach Schweden. Folge der Straße E12 bis nach Umeå und lass dir für diese Etappe wieder so viel Zeit wie möglich, denn auf dem Weg warten jede Menge coole Aussichten und kleine Seen, die perfekt für eine kurze Wanderung sind. Von Umeå nimmst du die Fähre, um den Bottnischen Meerbusen zu überqueren und in die finnische Stadt Vaasa zu gelangen.

Nach einem ruhigen Tag in der kleinen Stadt geht es weiter Richtung Norden, in den Ort Saariselkä. Hier reihen sich ein paar richtig geniale Naturschutzgebiete und Nationalparks aneinander, allen voran das relativ unbekannte Wildnisgebiet Vätsärin erämaa am Inari See. Wenn du richtig viel Zeit mitbringst, kannst du hier mehrere Tage in totaler Abgeschiedenheit verbringen. Du kannst dafür entweder dein Zelt aufschlagen oder in einer der urigen Wandererhütten schlafen. Hier ist es zudem möglich, dass du dich komplett vom See ernährst, denn das Wasser hat Trinkqualität und gegen eine Fischereigebühr kannst du dir dein Abendessen in Form einer Forelle ganz einfach mit deiner Angelroute selbst fangen.

Hoch im Norden wartet das Nordkap auf dich!

Es geht weiter nach Olderfjord, von wo dich die E69 direkt ans Nordkap bringt. Die berühmte Weltkugel am Kap kennzeichnet das nördliche Ende Europas, und wenn der Ausblick über das Eismeer nicht komplett vernebelt ist, scheint das auch gleichzeitig das Ende der Welt zu sein. Von hoch im Norden geht es an der Küste Norwegens entlang wieder Richtung Heimat. Um so viele von der coolen Natur des Landes wie möglich zu sehen, empfehle ich dir die kleineren Straßen direkt an der Küste entlang zu fahren. Ganz besonders lohnt sich auf dem Weg zurück nach Oslo ein Stopp in Tromsø und am Geirangerfjord.

Alle Infos auf einen Blick

Länge: Etwa 5.500 Kilometer
Dauer: Mindestens drei Wochen
Auto: Camper oder Kombi mit genug Platz für Zelt & Co.

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