DIE IRRE SCHULBUS-REISE VON ZWEI DEUTSCHEN AUSSTEIGERN

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Einmal durch ganz Amerika fahren, und zwar vom Norden in Alaska ganz in den Süden nach Argentinien: Felix Starck und seine Freundin Selima Taibi wollten sich diesen Traum erfüllen und haben sich gemeinsam mit ihrem Hund Rudi auf den Weg gemacht – in einem umgebauten Schulbus! Bis Mexiko sind sie gekommen, und jetzt gibt es das Wahnsinns-Abenteuer in den Kinos zu bestaunen.

Eine erfolglose Wohnungssuche in Berlin brachte Felix Starck und seine Freundin Selima Taibi auf eine Idee: Warum eigentlich in Deutschland bleiben? Warum nicht endlich ein Abenteuer wagen, auf das sie schon „immer Bock“ hatten, wie sie selber sagen: Von Alaska nach Argentinien reisen, einmal entlang der Panamericana quer durch Amerika, sozusagen von oben nach unten – und das alles in einem alten, umgebauten Schulbus.

Mittlerweile sind die beiden wieder zurück in Deutschland, haben zu Weihnachten 2016 ihre Familien überrascht und sich seitdem um ihren Film gekümmert, der jetzt seit Anfang Mai in den deutschen Kinos zu sehen ist: „Expedition Happiness – Der Film“. Mehr als ein Jahr waren die beiden unterwegs, von Alaska bis nach Mexiko sind sie gefahren – eine unglaubliche Reise! Hier gibt’s den Trailer zum Film:

Und mit Reisen kennt sich Felix aus. Sein letztes Abenteuer führte ihn zwischen 2013 und 2014 einmal um die Welt. Nicht irgendwie, sondern auf dem Fahrrad. In zwölf Monaten legte er dabei 18.000 Kilometer zurück und bereiste 22 Länder. Eine selbstgefilmte Doku mit dem Titel „Pedal the World“ war sogar in einigen Programmkinos zu sehen – jetzt folgt die nächste Reise-Doku in den Kinos.

Es war damals also nur eine Frage der Zeit, bis er sich wieder auf den Weg machen würde. Von langer Hand geplant war der Amerika-Trip dennoch nicht. Von der Idee bis zum Abflug vergingen gerade einmal zwei Wochen. In dieser kurzen Zeit lösten Felix und Selima ihre Wohnung in Berlin auf und verkauften viel von ihrem Besitz, um die Reise zu finanzieren.

Seit Februar 2016 waren die beiden unterwegs, in North Carolina hatten sie den riesigen Bus gekauft und in Schuss gebracht. Dabei immer an ihrer Seite: Rudi, der Berner Sennenhund. Auf Facebook, Youtube und ihrem Blog begleiteten sie das Projekt mit dem Titel: „Expedition Happiness“.

Hund Rudi genießt die Fahrt

FOTO: FELIX STARCK, EXPEDITION-HAPPINESS.COM

BEIM BUS-UMBAU GING ALLES SCHIEF

Gekauft hatten Selima und Felix den Bus von Deutschland aus, umgebaut aber erst vor Ort – und dabei „ging einfach alles schief“, sagte Felix damals zu TRAVELBOOK. „Ich hatte zuvor noch nie eine Steckdose angeschlossen oder einen Bus verkabelt.“ Selima war es dann, die den Handwerker-Part übernahm, Felix dokumentierte den Umbau mit der Kamera und assistierte ihr.

So sah der Bus während des Umbaus aus

FOTO: FELIX STARCK, EXPEDITION-HAPPINESS.COM

Im Nachhinein bezeichnen sie den Kauf übers Internet als „nicht die klügste Idee“: Der Bus war rostiger als auf den Bildern erkennbar, und auch bei der Höhe des Innenraums hatten sie sich verschätzt: „Man muss sich zwar nicht bücken, aber strecken darf man sich auch nicht“, sagte Felix, der den 13 Meter langen Bus auch fährt – Selima, die Sängerin ist, und unter dem Künstlernamen Mogli bereits zwei Alben veröffentlicht hat, übernimmt die musikalische Unterhaltung von der Couch aus.

Sitze, Bodenbelag und Nägel: Das alle musste erst mal raus aus dem Bus

FOTO: FELIX STARCK, EXPEDITION-HAPPINESS.COM

SO COOL SAH DER BUS AUS

Knapp drei Monate hat es gedauert, um den rostigen Schulbus in ein Gefährt zu verwandeln, das nicht nur außergewöhnlich cool aussieht, sondern auch mit jedem Detail ausgestattet ist, das eine Reise wie diese möglichst komfortabel macht: von einer kleinen Sitzecke samt Stühlen, Tisch und einem Sofa über eine Küche, eine Mini-Toilette bis hin zu einem gemütlichen Bett im hinteren Teil des Wagens ist alles dabei. Ein selbstgemachtes Wohnmobil.

So cool sah der Bus von innen aus

FOTO: FELIX STARCK, EXPEDITION-HAPPINESS.COM

In einem Video führt Felix durch jede Ecke des Busses:

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