MIT HANSI INS TEEPARADIES

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Einen ganz besonderen Schatz hat sich Sri Lanka in den Höhenlagen bewahrt: den Anbau von Tee. Eine Fahrt ins Herz der Insel um Nuwara Eliya ist ein Erlebnis für sich. Noch näher kann man der guten alten Ceylonmischung nicht kommen.

WIE DER TEE NACH CEYLON KAM

Leicht kommt er mir über die Lippen. Nuwara Eliya. So heißt der Ort in den Bergen Sri Lankas, den ich von der Südküste aus anfahre und den man so ausspricht, wie man ihn eben schreibt. Nur das mit dem Merken fällt mir schwer. In meinen Synapsen kann ich einfach noch keine Verbindung herstellen zwischen der Insel, die bis 1972 noch Ceylon hieß, und der englischen Teeindustrie, die hier einst tonnenweise Tee nach Europa und in die ganze Welt verschiffte. Dabei war es fast ein glücklicher Zufall, dass man gegen Ende des 19. Jahrhunderts Tee anbaute – und das bis heute beibehält. Wegen einer Pflanzenseuche, die den Kaffeeanbau ehemals unrentabel machte, schwenkte man um und versteifte sich auf den Anbau von Tee. Mit Erfolg. Noch immer ist Sri Lanka neben Indien, China und Kenia einer der größten Tee-Exporteure der Welt.

Andreas Dauerer

Die Natur fliegt vorbei, den Strand und das Meer von Galle habe ich längst hinter mir gelassen, und nach einer Stunde scheint es nur noch drei Farben zu geben: das Grau des Asphalts unter mir, das Blau des Himmels oben und der Rest: Grün. Wohin man blickt, die Insel scheint ein grünes Kleid mit allen erdenklichen Schattierungen zu tragen. Und das steht ihr ausgezeichnet. Der Dschungel wird allmählich spärlicher, und wir durchfahren Nadelwälder. Es geht leicht bergauf. Das Gelände wird hügeliger, die Kurven häufiger und mit jedem Meter, den wir mit dem Auto nach oben klettern, auch kühler. »Durchschnittlich 16 Grad«, weiß mein Fahrer Fernando. »Dafür gibt’s hier auch keine Malaria«, so der lustige Kahlkopf weiter. Kein Wunder, dass die Engländer sich hier oben auf 1.900 Metern etwas wohler fühlten als in der feuchten Tropenhitze unten. Nach und nach bauten sie Nuwara Eliya als Feriensiedlung aus. Heute kann man dort noch immer den alten Kolonialstil nebst Golfplatz, Pferderennbahn und Cricketfeld bewundern.

JODELT DER ETWA?

Ich bin jedenfalls froh, dass ich tatsächlich einen dicken Pulli im Gepäck habe, der mich künftig vor diesem britischen Wetter schützen soll, zumal hier auch leichter Regen und Morgennebel nichts Ungewöhnliches sind. Die plötzliche Kühle scheint aber auch an den Einheimischen nicht ganz so spurlos vorbeizukriechen. »Bald ist ja Weihnachten«, sagt Fernando und blickt mich mit seinen dunkelbraunen Augen durch den Rückspiegel erwartungsvoll an. »Ich habe da etwas ganz Besonderes.« Es dauert ein paar Sekunden, bis das Autoradio die CD lesen mag. An der Höhenluft kann es nicht liegen, denn es erklingt tatsächlich vorweihnachtlicher Alpenkitsch aus den Boxen. Während wir gerade durch ein kleines Nebelfeld zuckeln, trällert Hansi Hinterseer doch tatsächlich ein »Leise rieselt der Schnee«, und ich habe kurz die Befürchtung, dass der Hochnebel nur der Vorbote eines kalten Unwettertiefs ist.

Rowan Heuvel

Plötzlich tauchen sie dann aber auf, unglaublich weich und sanft schmiegen sie sich in die hügelige Landschaft. Wohin man auch blickt, ein Teestrauch steht dicht gedrängt neben dem anderen, Plantagen, so weit das Auge reicht. Hansi Hinterseer ist auf einmal ganz weit weg, auch wenn er sich mit »O du fröhliche« noch einmal richtig ins Zeug legt, aber gegen das satte Grün und die kräftige Sonne, die sich ihren Weg durch den Nebel gebahnt hat, ist er chancenlos. Das satte Grün wird nur von dunklen Äderchen und leuchtenden Farbklecksen durchbrochen. Das Dunkle sind die kleinen Pfade der Teepflückerinnen, und die bunten Tupfer die Teepflückerinnen selbst, die in ihren farbenfrohen Saris ihrer täglichen Arbeit nachgehen.

»Männliche Pflücker gibt es nicht, das ist hier die Arbeit der Frauen«, sagt Fernando.

DER TEE MUSS GEPFLÜCKT WERDEN

Auf die Frage, warum das denn so sei, verweist er achselzuckend auf die alten Traditionen. Der Großteil der Arbeiterinnen sind Tamilen, die Ende des 19. Jahrhunderts von den Briten aus dem Süden Indiens geholt wurden. Heute führen deren Nachkommen die Pflückerei fort. Viel verändert hat sich in der Zwischenzeit an deren Arbeit nicht. Je Trieb werden nur die ersten beiden Blätter und die Knospe abgezupft, dann geht’s zum nächsten. Am Ende des Tages muss jede Frau etwa 20 bis 25 Kilo Teeblätter in ihren Säcken haben. Ihr Verdienst: umgerechnet etwa vier Euro. Nur zu verständlich, dass so manche Pflückerin einen Obolus von Touristen erwartet, die sie fotografieren wollen.

Nach getaner Arbeit werden die prall gefüllten Säcke zur Fabrik gekarrt, wo die Pflückerinnen ausbezahlt werden. Einen halben Tag lang werden die Teeblätter unter Heißluft gleichmäßig getrocknet, ehe sie in rostigen, lauten, ächzenden Maschinen weiterverarbeitet werden, die wohl nicht mal vor 50 Jahren als modern gegolten hätten. Da werden dann die Blätter zerquetscht, sodass der Pflanzensaft heraustritt, und schließlich kommt es unter einer ganz bestimmten Luftfeuchtigkeit zum Fermentierungsprozess. Die Blätter färben sich dabei rötlich braun, und der Tee entwickelt sein Aroma. Schließlich wird der Tee noch einmal gereinigt und nach Größe sortiert. Von der Güte und Vielfalt kann man sich dann in der eigenen Fabrikteestube gleich selbst ein Bild machen. Auch Kuchen gibt es. Die Auswahl auf der Karte ist auf den ersten Blick eine Aneinanderreihung von Abkürzungen. OPA, BP, PF oder BOP stehen darauf. Oder auch Gun Powder und Silver Tips.

Andreas Dauerer

DAS KLEINE TEE-EINMALEINS

BOP etwa steht für »Broken Orange Pekoe« und ist eine der gängigsten Schwarzteesorten, ein sogenannter gebrochener Tee. Das Teeblatt kommt also zerkleinert in den Handel, während sich PF, »Pekoe Fannings«, ideal für Aufgussbeutel eignet, da hierfür Restpartikel der maschinellen Teeproduktion verwendet werden. Der kostbarste unter den Teesorten versteckt sich hinter dem »Silver Tip«. Kostbar, weil dieser weiße Tee nicht so häufig zu ernten ist und deshalb in Deutschland bis zu 70 Euro kosten kann. 100 Gramm, wohlgemerkt.

Ob er das Geld wirklich wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Er schmeckt jedenfalls relativ zart und leicht süß und hat obendrein die Fruchtnote, wie sie für Tees aus Sri Lanka typisch ist. Dabei sollte man unbedingt auch den zweiten Aufguss erleben, da der Silver Tip erst dann sein volles Aroma entfaltet. Das ist insbesondere dann gut, wenn am späten Nachmittag die Temperatur sinkt. »Wir müssen dann weiter«, ruft Fernando und reißt mich aus meinen Gedanken. Freudig sitzt er schon im Auto, mit Hansi quasi auf dem Beifahrersitz. »Lasst uns froh und munter sein«, wimmert es mir entgegen. Immerhin, das Motto stimmt, denke ich bei mir. Und es sind ja auch keine zwanzig Minuten mehr bis zum Hotel in Nuwara Elyia, wobei ich inständig hoffe, dass Fernando auch noch eine zweite CD im Gepäck hat.

Anreise. Von Frankfurt a. M., München und Berlin fliegt man mit Qatar via Doha mehrmals wöchentlich nach Colombo. www.qatarairways.com/de

Unterkunft. Typisch britisch und mit etwas betagtem Charme schläft man im Grand Hotel. Ideal für einen Ausklang des langen Tages eignet sich die Bar nebst Snookertisch. www.tangerinehotels.com

Info. Allgemeine Informationen über Sri Lanka erhält man im Netz unter: www.srilanka-botschaft.de

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Wer 2017 in diesem Paradies Urlaub macht, bekommt Geld geschenkt

Türkisblaues Meer, unberührte Natur, fantastische Korallenriffe und Puderzuckerstrände – für einen Urlaub im kleinen Paradies namens amerikanische Jungferninseln bzw. U.S. Virgin Islands muss man im Normalfall schon etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

2017 allerdings erhält jeder Tourist einen Teil geschenkt. Um genauer zu sein: 300 US-Dollar, das sind ca. 280 Euro.

Wie kann das sein?

Grund dafür ist das 100. Jubiläum des Eintritts in die USA. 1917 verkaufte Dänemark die Amerikanischen Jungferninseln (St. Thomas, St. John und St. Croix) für 25 Millionen Dollar an die Staaten. Und das wird in diesem Jahr – nicht nur mit Paraden, wie sonst üblich – sondern mit einem Bonus für Touristen gefeiert.

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DAS SIND DIE BESTEN LÄNDER, UM SICH ZUR RUHE ZU SETZEN

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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Viele träumen davon, sich spätestens im Rentenalter in einem Land zur Ruhe zu setzen, in dem es sich angenehmer lebt als in der Heimat. TRAVELBOOK zeigt eine Liste mit den besten Ländern für Rentner – mit dabei auch sechs aus Europa.

Ein Inspirationsquelle dafür, wo das am besten geht, könnte das aktuelle Ranking von „International Living“ sein: Das US-Magazin hat die besten Länder der Welt gekürt, um sich zur Ruhe zu setzen.

Welche Kriterien wurden dabei beachtet? Zum einen hat das Magazin viele Auswanderer zu ihren Erfahrungen im Ausland befragt. Darüber hinaus wurden Daten wie Lebenshaltungskosten, Klima, Gesundheitssystem, Renten-Leistung und vieles mehr berücksichtigt.

PLATZ 1: MEXIKO

Die Stadt Acapulco im Südwesten Mexikos hat einen der wohl berühmtesten Strände der Welt

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Klar, viele negative Schlagzeilen über Gewalt und Kriminalität kommen aus Mexiko. Aber das passiert nur an wenigen, konzentrierten Orten. Das Land ist groß. Und schön. Die Lebenshaltungskosten sind gering, die Einwohner sind freundlich und es leben bereits viele Auswanderer in Mexiko. Auch ein wichtiges Argument des US-Magazins für den Spitzenplatz im Ranking: Die Nähe zur USA – das Land ist direkter Nachbar.

PLATZ 2: PANAMA

Fantastischer Blick über Panama-Stadt

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Natürlich ist Panama vor allem bekannt für seinen Kanal, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Laut „International Living“ sollte man sich das Land aber auch merken, weil es modern, gemütlich und tolerant ist. Auswanderer müssten sich nicht davor fürchten, allein zu sein. Denn es leben schon sehr viele Europäer und Asiaten hier – man fühle sich schnell willkommen.

PLATZ 3: ECUADOR

Das Naturparadies der Galapagos-Inseln gehört auch zu Ecuador

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Das Land punktet vor allem beim Wetter! Das Klima in Ecuador kann man sich quasi aussuchen – je nach dem, wie hoch man lebt. Wie der Name schon sagt liegt das Land auf dem Äquator, zudem tragen die hohen Berge der Anden zum tollen Klima bei.

PLATZ 4: COSTA RICA

Traumhafte Strände erwarten Auswanderer in Costa Rica in Mittelamerika

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Auswanderer werden hier mit offenen Armen empfangen. Costa Rica ist sicher, stressfrei und die Wirtschaft stabil, ein Militär gibt es nicht. Das inoffizielle Motto hier lautet: „Pura vida“, was so viel heißt wie „das Leben ist gut“.

PLATZ 5: KOLUMBIEN

Das Städtchen Cartagena im Norden Kolumbiens hat eine ganz besondere Altstadt, die sogar zum Weltkulturerbe gehört

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Lange war das Land ein Geheimtipp unter pensionierten US-Auswanderern. Mittlerweile entdecken immer mehr Menschen Kolumbien für sich. Niedrige Lebenshaltungskosten, ein  gutes Gesundheitssystem und ein angenehmes Klima sprechen für das Land.

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Mit dem Motorrad durch Vietnam

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Einmal mit dem Motorrad durch Vietnam zu fahren ist für viele Reisende ein Lebenstraum, der ganz oben auf der Bucket-List steht. Über 2.000 Kilometer einmalige Küstenlandschaften, Kalksteinformationen, wüstenartige Landstriche und Naturschauspiele, die sich jeden Tag aufs Neue übertreffen.

Roadtrip Vietnam – mit dem Motorrad durchs Land

Dieses Roadtrip-Abenteuer ist wirklich einmalig, das steht außer Frage! Aber sei gewarnt, denn es ist nichts für schwache Nerven. Hier erfährst du alle wichtigen Infos zu diesem Trip sowie unsere Top 3 Routenvorschläge.

Einsame Straßen während einer Motorradtour in Vietnam

Brauchst du einen Motorrad-Führerschein?

Ja und Nein. Nein, weil die allermeisten Polizisten in Vietnam kein Englisch sprechen und dich normalerweise auch nicht kontrollieren. Ob du einen Führerschein hast oder nicht, interessiert also im Land selbst (solange nichts passiert) erst mal eher niemanden.

Aber Ausnahmen bestätigen wie so oft die Regel: Die Polizei in Mui Né hat herausgefunden, dass das Geschäft mit Touristen durchaus lukrativ ist und verlangt bei einer „Kontrolle“ ab und an ein kleines Schmiergeld.

Motorrad am Strand in Vietnam

Theoretisch sieht das mit dem Führerschein aber ganz anders aus. Denn natürlich benötigst du auch in Vietnam einen gültigen Motorrad-Führerschein. Der deutsche Motorradführerschein zusammen mit dem internationalen Führerschein ist in Vietnam anerkannt.

Das größte Problem ist aber, dass es eigentlich nicht legal ist, wenn du ohne fährst. Und das hat leider Konsequenzen sobald etwas passiert. Dann nämlich zählt deine Krankenversicherung aus Deutschland nicht mehr und du musst für sämtliche Schäden selbst aufkommen. Mit anderen Worten: das kann richtig teuer werden…

Bist du während des Roadtrips versichert?

Krankenversichert vielleicht. Aber grundsätzlich: Nein! In Vietnam ist für die meisten das Wort Versicherung ein absolutes Fremdwort. So etwas wie Haftpflicht gibt es nicht und auch eine Krankenversicherung haben viele nicht abgeschlossen. Passiert ein Unfall, zahlt der Schuldige.

Verkehrsregeln in Vietnam

Verkehrsregeln in Vietnam, gibt es so etwas? Offiziell bestimmt. Aber der Verkehr in Vietnam ist total verrückt und oft auch gefährlich. Auf der Straße gibt es nur ein einziges Motto: der Stärkere gewinnt. Und wenn du mit dem Motorrad unterwegs bist, dann sind grundsätzlich erst einmal alle stärker als du.

Leere Straßen beim Motorrad-Roadtrip in Vietnam

Die gute Nachricht aber ist: Es gibt mittlerweile sehr gut ausgebaute Straßen abseits der großen Highways. Die sind meistens extrem verkehrsberuhigt und führen durch all die kleinen wunderbar authentischen Dörfer. Eine gute Routenplanung und eine gute Navigations-App (z.B. maps.me) sind dabei definitiv entscheidend.

Für dich wichtig zu wissen: Die Höchstgeschwindigkeit Innerorts beträgt 40 km/h und außerhalb von Ortschaften 60 km/h.

Ist es leicht ein Motorrad in Vietnam zu kaufen?

Vietnam ist DAS Land der Millionen Motorräder und daher gibt es sie in jedem noch so kleinen Dorf zu kaufen. Viele Motorradhändler in Ho Chi Minh City oder Hanoi bieten auch an, die Motorräder am jeweiligen Endpunkt des Roadtrips zurückzukaufen.

Da du als Nicht-Vietnamese offiziell aber kein Motorrad besitzen darfst, bleibt das Motorrad auf seinen Vorbesitzer angemeldet. Achte darauf, dass du eine blaue Zulassungskarte beim Kauf erhältst. Dann sollte es auch bei (eventuellen) Polizeikontrollen keine Schwierigkeiten geben.

Drei mögliche Routenoptionen für einen Roadtrip durch Vietnam

Dich haben all diese warnenden Worte noch nicht abgeschreckt? Sehr schön, das freut uns. Dann mal ganz unter uns: Eine Motorradtour ist trotz der Risiken (die du natürlich für dich persönlich abwägen musst) einfach nur der Hammer!

Einer der vietnamesischen Tempel auf einer Motorradtour

Es ist spannend, exotisch, fantastisch, Nervenkribbel pur und der kühlende Fahrtwind ist der Inbegriff der Freiheit. Du kannst mit dem Motorrad in Gegenden gelangen in die sich auch im touristischen Vietnam nur die wenigsten verirren.

Es gibt, davon sind wir fest überzeugt, keine authentischere und abenteuerreichere Möglichkeit um das wahre Vietnam zu entdecken. Für uns war dieser Roadtrip einer der besten unseres Lebens!

Hier haben wir mal drei mögliche Routenvorschläge für dich:

Der Klassiker (ca. 2.500 km; 3-4 Wochen)

Diese Route ist die perfekte Mischung aus Highlands und Küste. Sie bringt dich sowohl ins bergige Landesinnere Zentralvietnams, als auch entlang der schönsten Küstenlandschaften des Landes. Außerdem sind auch noch die besten Sehenswürdigkeiten auf der Strecke integriert.

Fischerboot am Strand von Vietnam

Die Strecke führt von Ho Chi Minh City über Mui Né nach Dalat. Von dort aus geht es zurück an die Küste nach Nha Trang, Hoi An und Hué. Ab Hué führt dich die Strecke wieder zurück ins Landesinnere und du fährst auf dem Ho Chi Minh-Trail weiter bis nach Hanoi.

Motorradtour entlang der Küste in Vietnam

Zu jedem Abschnitt dieser grandiosen Route gibt es von uns einen Artikel mit allen Infos zur Strecke, Unterkünfte, Essen und Highlights. Den ersten Teil findest du übrigens hier: Von Ho Chi Minh nach Mui Né.

Entlang der Küste (ca. 2.000 km; 2-3 Wochen)

Strand, Klippen, Meeresrauschen, kleine Fischerdörfer und Küstenstädte sind dein Ding? Dann ist diese Streckenoption perfekt für dich! Folge den kleinen Straßen, die entlang der Küste und parallel zum furchtbaren Highway verlaufen. Lass dich treiben und plane auf jeden Fall genug Zeit ein, um mal links oder rechts einen Abstecher zu machen. Und vergiss nicht deine Kamera vorher komplett aufzuladen.

Die wunderschönen Strände Vietnams auf einer Motorradtour

Auf dem Ho Chi Minh-Trail durchs Landesinnere (ca. 1.800 km; 2 Wochen)

Atemberaubende Berglandschaften, Kalksteinfelsen, verlassene Gassen und ein Straßenname, der geschichtsträchtiger nicht sein könnte. Willkommen auf der Straße Uncle-Ho’s, dem legendären Revolutionsführer Nordvietnams! Diese Strecke beinhaltet zwar nicht die bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes, dafür hat sie unter Kennern mittlerweile den Ruf als eine der am landschaftlich beeindruckendsten ganz Südostasiens.

Regen auf einer Motorradtour in Vietnam

Jede dieser drei Strecken hat ihren ganz besonderen Charme mit einmaligen landschaftlichen Highlights. Und eines ist ganz sicher: Egal für welche Option du dich entscheidest, dieses Roadtrip-Abenteuer wird absolut unvergesslich und einfach nur genial!

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Reisetipps für eine Reise mit Babys, Kleikindern und Schulkindern

Reiseinformationen: Was solltest du vor Abreise tun?
Wenn du selbst auf Expedition gehst, wirst du dich gut vorbereiten. Das gilt auch für das Reisen mit Kindern: mit einer guten Vorbereitung auf das Abenteuer hast du die Hälfte des Erfolgs schon erzielt!Die Kinder auf die Reise vorbereiten:Sobald du weißt, wo die Reise hingeht, kannst du mit den Vorbereitungen beginnen. Hier einige Reisetipps:

  • Schaue in einem Kinder-Weltatlas gemeinsam mit deinen Kindern, wo das Land liegt.
  • Suche Informationen über die Destination. Beim Fremdenverkehrsamt des Landes kannst du Prospekte anfordern. Suche mit deinen Kindern nach Dingen, die dort zu sehen sind (Blumen, Tieren) und informiere dich, was es zu essen gibt.
  • Erzähle deinen Kindern, was ihr alles im Urlaub machen werdet und kläre, was die Kinder unbedingt sehen möchten: Delphine schauen, Boot fahren, wilde Tiere beobachten, etc.
  • Einige Wochen nach der Buchung bekommen deine Kinder ein persönliches Reise-Tagebuch zugeschickt, in dem die Details der Reise erwähnt werden und wo die Kinder auch selbst nach der Reise Fotos hinein kleben können.
  • Gehe mal in ein indonesisches oder chinesisches Restaurant essen. Du kannst auch zu Hause Speisen aus dem Land nachkochen.
  • Du kannst die Tiere mit den Kindern vorher in einem Tierpark anschauen, damit sie später die Tiere schneller erkennen.
  • Vielleicht gibt es ein Tropenmuseum bei dir in der Nähe oder es organisiert jemand eine Diashow.

Reise-Vorbereitung sechs Wochen vor Abreise:

Reisedokumente:

  • Kontrolliere, ob die Reisepässe noch gültig sind. Das Verlängern eines Reisepasses dauert meistens einige Tage. Für ALLE Destinationen benötigen Kinder einen eigenen Reisepass mit Passbild.
  • Organisiere rechtzeitig die Visa-Dokumente, falls notwendig, und vergiss nicht, die Visa auch für die Kinder anzufordern! Viele Konsulate brauchen länger als angegeben und können so den Antritt der Reise verzögern.

Gesundheit:

  • Wir empfehlen dir, dich rechtzeitig vor der Abreise mit einem Arzt in Verbindung zu setzen, um dich über entsprechende Gesundheitsvorsorge und eventuell notwendige Impfungen zu informieren. Weiterführende Informationen erteilt dir ein Tropen- oder Hygiene-Institut.
  • Falls du einen internationalen Impfpass hast, ist es ratsam, diesen mitzunehmen.
  • Wenn du Medikamente benötigst, kannst du bei der Apotheke einen Medikamentenpass anfordern. Hier werden die Zusammenstellungen des Medikamentes beschrieben und das kann manchmal ganz hilfreich sein.
  • Gib Kindern, die verkühlt sind, schon einige Tage vor dem Flug regelmäßig Nasentropfen. Fliegen mit einem verstopfen Nase kann Ohrprobleme verursachen. Nimm die Nasentropfen auch im Flugzeug mit.
  • Wenn du schwanger bist, kontrolliere bis wann du noch fliegen darfst. Manche Fluglinien verlangen eine Schwangerschaftserklärung und Bestätigung vom Arzt.

Sicherheit:

  • Organisiere für deine Kinder ein SOS Armband oder eine SOS Kette, wo du deine Handynummer und andere wichtige Daten hinterlässt.

Reisetipps für unterwegs

Auf dem Weg zum Flughafen:

  • Das Auto für längere Zeit beim Flughafen parken ist oft teuer und außerdem befinden sich die Parkplätze sehr weit von den Terminals entfernt. In München arbeitet TRAVELKID mit einem Anbieter für Park-and-Ride Service zusammen. Du bringst das Auto kurz vor dem Flughafen zum Anbieter, da wird das Auto geparkt, anschließend wirst du mit einem Shuttlebus direkt zum Terminal gebracht.
  • Wenn du eine längere Anreise zum Flughafen hast oder sehr früh einchecken musst, empfehlen wir eine Nacht vorher in einem Hotel in der Nähe des Flughafens zu übernachten. Diese Hotels bieten meistens auch ein Park-and-Ride Service an.

Im Flugzeug:

Während einer längeren Reise ist es nett, wenn die Kinder ab und zu ein Geschenk bekommen. Bedenke, dass dieses Geschenk für einen kleinen Rucksack und das Flugzeug geeignet ist. Malbücher, etwas zum Basteln oder Lesen gefällt jedem Kind. Dasselbe gilt auch für den Rückflug. Auf unserem Reiseblog findest du einen Bericht, wie du einen langen Flug mit den Kindern durchhältst.

  • V-Tech hat eine Kidizoom Fotokamera im Programm, welche für Kleinkinder sehr empfehlenswert ist. Die Kinder können damit nicht nur photographieren, sondern auch filmen und Fotos bearbeiten, aber auch Musik oder Geschichten auf dem MP3 Player hören und verschiedene Spiele spielen.
  • Schulkinder und Jugendliche können sich mit lustigen Reise-Apps beschäftigen.
  • Durch das Airconditioning ist es oft etwas kälter im Flugzeug. Nimm eine extra Jacke oder einen Pullover für dich und deine Kinder mit.

Kinder bis 2 Jahre

  • Im Prinzip kann ein Buggy oder Maxicosy bis zum Gate mitgenommen werden. Nachher werden diese im Flugzeug aufbewahrt und du bekommst die Gegenstände beim Verlassen des Flugzeuges wieder zurück.
  • Bei verschiedenen Fluggesellschaften kannst du an Bord ein Babybett anfordern.
  • Kinder bis 2 Jahre haben kein Recht auf einen eigenen Sitzplatz im Flugzeug. Bei längeren Flügen empfehlen wir für Kleinkinder einen Sitzplatz zu reservieren. Gönne dir etwas Komfort!
  • Informiere dich bei der Buchung des Tickets immer nach einer Baby- oder Kindermahlzeit. Nimm in jedem Fall etwas zu Essen von zu Hause mit. Getränke gibt es an Bord, weil du diese nicht durch die Sicherheitskontrollen mitnehmen darfst.
  • Gib Kleinkindern und Babys beim Starten und Landen etwas zu essen oder zu trinken, damit der Druckausgleich in den Ohren erleichtert wird.

Kinder von 2 bis 12 Jahren  

  • Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren bekommen im Flugzeug einen eigenen Sitzplatz. Außerdem kannst du bei der Buchung Kindermahlzeiten anfordern. Wir empfehlen hier auch etwas von zu Hause mitzunehmen. Bedenke allerdings, dass du nach Amerika kein Obst einführen darfst.
  • Reiseinformationen rund um dein Urlaubsziel

Jetzt, da du dein Reiseziel erreicht hast, kann der Urlaub beginnen – auch hier gibt es einige Reisetipps für dich und deine Familie.

Unterwegs

  • Wenn du Richtung Osten fliegst, sollten die Kinder so lange wie möglich schlafen oder etwas rasten.
  • Wenn du Richtung Westen fliegst, versuche eher die Kinder wach zu halten.
  • Trinke viel Wasser oder Fruchtsäfte im Flugzeug.
  • Stelle deine Uhr beim Einsteigen schon um auf die neue Zeit. So weißt du genau wann es Mittagessen gibt, oder wann es Zeit zum Schlafen ist.

Nimm Rücksicht auf Deine Kinder bei der Urlaubsplanung 

  • Jeden Tag was unternehmen ist vielleicht für dich nett, für die Kinder ist ein Tag am Strand oder im Schwimmbad auch herrlich!
  • Bedenke, dass Kinder ihre neu erworbenen Eindrücke beim Spielen verarbeiten. Freizeit während der Reise ist ganz wichtig.
  • Organisiere einen „Kindertag“, wobei die Kinder entscheiden was ihr heute macht, wo gegessen wird, etc.
  • Wechsle deine Aktivitäten mit Kinderprogrammen ab. Schwimmbad, Tierpark oder Vergnügungspark finden Kinder immer super.
  • Kinder reisen gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Vielleicht kannst du vor Ort mal eine Busfahrt oder Zugfahrt unternehmen.
  • Lass deine Kinder Ansichtskarten an Freunde, Opas und Omas schicken. Es ist auch lustig eine Karte nach Hause zu schicken, als Überraschung für die Kinder, wenn du wieder nach Hause kommst.
  • Kinder sollten täglich etwas ins Reisetagebuch schreiben und Eintrittskarten oder Ansichtskarten dazu kleben.
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Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?

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Durch seinen ewigen Frühling gibt es keine spezielle Zeit, um nach Madeira zu reisen, es reicht sich nach dem adäquaten Moment nach seiner Lust zu entscheiden.

Also für die, die sich wünschen Weihnachten oder das neue Jahr dort zu feiern, weit entfernt von der Rüde des Winters, ist die Zeit zwischen Ende Dezember und Januar.

Wenn Sie sich für Pflanzen und die Natur interessieren ist der Frühling eine unvergleichliche Zeit, in welcher Sie an kulturellen Festen wie Funchal, dem Fest der Pflanzen, wo die viele Konzerte stattfinden.

Für die Musik-Begeisterten gibt es auch das Musikfestival Funchal jazz, welches im Juli stattfindet.

Die Monate August und September sind der Feier des Weins von Madeira gewidmet. Die Rallye der Weine wird von der Parade der Weinernte gefolgt, welche auch der Grund von zahlreichen Feiern ist. Also, zucken Sie nicht, um den besten Moment zum reisen zu finden.

Also, wann ist die beste Reisezeit für Madeira? Hier gibt es mehr Informationen, um Ihnen bei Ihrer Entscheidung zu helfen:

  • In Madeira ist das Wetter im Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober und Dezember überall gut
  • Die günstigsten Monate um Funchal zu besuchen sind Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober und Dezember
  • Im Durchschnitt sind die wärmsten Monate in Funchal Juli, August, September und Oktober
  • Dezember ist der nasseste Monat in dieser Stadt
  • Die Städte mit dem bestem Klima sind Funchal, Calheta, Porto Moniz, Porto Santo, Santa Cruz und Santana (Madeira) mit gutem Wetter bei wenigsten 11 Monaten im Jahr
  • Die besten Monate um in Funchal Schwimmen zu gehen sind Juli, August, September, Oktober und November

Um alle Informationen für einen bestimmten Monat über das Klima und das Wetter von Stadt zu Stadt in Madeira zu erfahren, wählen Sie die entsprechende untere Zeile:

Monat Unsere Meinung Details anzeigen
gut Madeira im Januar
gut Madeira im Februar
gut Madeira im März
gut Madeira im April
gut Madeira im Mai
gut bis ideal* Madeira im Juni
gut Madeira im Juli
gut Madeira im August
gut Madeira im September
gut Madeira im Oktober
genau bis gut* Madeira im November
gut Madeira im Dezember
* Das Wetter ist quer durch das Land unteschiedlich

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KORCULA – DAS SCHWARZE KORFU VON KROATIEN

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Die Adriainsel Korcula ist so etwas wie ein Geheimtipp in Kroatien. Tiefe Wälder, malerische Strände, kristallblaues Meer – und eine sehr skurril anmutende Tradition. Was der Ort mit Marco Polo zu tun hat und es alles zu entdecken gibt.

Angefangen bei den malerischen Stränden und den tiefen Wäldern, die der Insel ihren Namen gaben: Korčula wurde wegen seiner Kiefern- und Eichenwäldern, die laut dem offiziellen Tourismusportal der Insel 61 Prozent ihrer Fläche bedecken, im Griechischen Melaina Korkyra genannt, was übersetzt „Schwarzes Korfu“ bedeutet. Von Split aus kann man mit einer Fähre nach Korčula übersetzen, wo man dann in der Hafenstadt Vela Luka ankommt. Die Fahrt dauert etwa drei bis vier Stunden (hier finden Sie den Fahrplan für die: Hauptsaison | Nebensaison)

Vor Ort ist man schnell hingerissen von der Insel: Olivenhaine, Weinberge, Granatäpfel, Feigen, Mandarinen und Kakteen – Korčula bietet Besuchern eine berauschende Natur. Strände wie Pupnatska und Lumbarda laden zum Baden in dem kristallblauen Meer rund um die nur 279 Quadratkilometer große Insel ein, dazu kommen Temperaturen, die im Hochsommer schon mal um die 40 Grad liegen können. Haben wir schon erwähnt, dass die durchschnittliche Anzahl an Sonnenstunden auf Korčula bei 2700 pro Jahr liegt? Zum Vergleich: Deutschlands sonnenreichster Ort, die Gemeinde Zinnowitz auf Usedom, kommt auf 1917,5 Sonnenstunden im Jahr.

BERÜHMTER WEIN UND EIN WELTBEKANNTER ENTDECKER

Der Pupnatska-Strand ist eines der Insel-Highlights

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Mittelalterlich anmutende Städte wie Korčula (gleichnamig mit der Insel) versprühen ihren ganz eigenen mediterranen Charme, und natürlich gibt es hier auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten – so soll der Weltreisende Marco Polo (1254 – 1324) angeblich in einem Stadtteil der Inselhauptstadt geboren worden sein, sein vermeintliches Geburtshaus kann man jedenfalls noch besichtigen. Auch eine Ausstellung erinnert an den berühmten Entdecker. Ein skurriles Ritual ist der traditionelle Moreska, ein Tanz, der mit Schwertern an Feiertagen zu Ehren der Schutzheiligen der Stadt wie auch in der Touristensaison aufgeführt wird.

Berühmt ist die Insel auch für ihren Weißwein, der aus verschiedenen Rebsorten gewonnen und auf zahlreichen Weingütern hergestellt wird. Quer über die Insel verteilt gibt es auch zahlreiche Restaurants, die die frischen Zutaten verarbeiten, welche die Insel überreichlich anbietet – Korčula ist beispielsweise bekannt für sein hochwertiges Olivenöl.

WASSERSPORTPARADIES

Korčula bietet Besuchern einen ziemlich beeindruckenden Anblick

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Sportbegeisterte Reisende können die Insel auch auf dem Fahrrad erkunden, hierzu bietet die Tourismuswebseite zahlreiche Strecken und Kartenmaterial an. Ansonsten stehen besonders Wassersportarten wie Tauchen, Segeln oder Windsurfen hoch im Kurs. Wer geschichtlich interessiert ist, kann in der gleichnamigen Stadt zahlreiche Sehenswürdigkeiten besichtigen, von der St. Markus-Kathedrale über die Abteischatzkammer bis hin zum Stadtmuseum. Andere Orte wie Račišće, Pupnat und Kneža bestechen ebenfalls durch ihren mediterranen Charme.

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Das sind die schönsten Inseln der Welt

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Sommer, Sonne und Meer: Davon gibt es auf den schönsten Inseln der Welt wahrlich genug. Das Urlaubsportal „Tripadvisor“ hat die besten Inseln der Welt gekürt. Wir zeigen Ihnen fünf Trauminseln, die auf Ihre To-do-Liste müssen.

  • Inseln stehen für Paradies, Abgeschiedenheit, heile Welt und Urlaubsträume.
  • Das Urlaubsportal “Tripadvisor” hat die fünf schönsten Inseln der Welt gekürt.
  • Die Eilande liegen von der Südsee bis nach Schottland verstreut.

Das Südsee-Paradies Bora Bora

Die Südseeinsel Bora Bora gehört zu den exklusivsten Inseln der Welt. Auf der Insel in Französisch-Polynesien gibt es nicht nur weiße Sandstrände, sondern auch ein 700 Meter hohes Bergmassiv.

Foto: Dennis M. Sabangan +++(c) dpa – Bildfunk+++

Die Karibikinsel Providencial

Eine weitere Traum-Destination für Reisende ist die Insel Providencial. Das kaum bekannte Eiland der Turk- und Caicosgruppe in der Karibik lockt mit 350 Sonnentagen im Jahr, Korallenriffen und endlos langen Stränden.

Das schottische Paradies

Wer Insel-Feeling der ganz anderen Art sucht, reist in wenigen Stunden auf die schottische Insel namens Lewis and Harris. Die zweigeteilte Insel, die südliche Provinz wird Harris und die nördliche Lewis genannt, verspricht neben Whiskey, Schafen und Einsamkeit auch erstaunliche Strände.

Zehntausend kleine Inseln vor Florida

Vor der Westküste Floridas liegt ein Reich von 10.000 kleinen Inseln. Wer nach Marco Island kommt, macht am besten eine Bootstour durch die unbewohnte Inselwelt.

Die Robinson Crusoe Inseln in Thailand

Im Golf von Thailand liegt Koh Tao, die Schildkröten Insel. Zum Robinson Crusoe Feeling gibt es hier noch etwas gratis: Meeresschildkröten, nach denen die Inseln benannt ist.

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DIE COOLSTEN REISEZIELE FÜR 2017

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Es gibt Reise-Rankings fast jeder Kategorie: der teuersten, günstigsten, beliebtesten, schönsten Reiseziele der Welt. Die britische Ausgabe des „National Geographic Traveller“ hat nun eine weitere Liste erstellt: der coolsten Reiseziele und Länder für 2017. Wer ganz vorne landete und welche deutsche Stadt es ins Ranking schaffte.

Die coolsten Orte der Welt: 17 Reiseziele hat der britische „National Geographic Traveller“ im Ranking gelistet, darunter Donegal (oben der Mount Errigal), Helsinki, Peru mit dem Machu Picchu und Düsseldorf (im Uhrzeigersinn)

, schreibt der britische „National Geographic Traveller“ über seine zugegebenermaßen recht wilde „The Cool List“ mit Zielen für 2017. Wild, weil sowohl Städte als auch Regionen und Länder gleichermaßen darin zu finden sind – und mit Düsseldorf sogar eine deutsche Metropole. Aber zunächst einmal zum überraschenden ersten Platz.
PLATZ 1

Der Gewinner des Rankings ist vielen Menschen im ersten Moment womöglich gar nicht präsent, dabei bietet die Grafschaft Donegal im Nordwesten Irlands eine fantastische Kulisse: raue Natur, kilometerlange Sandstrände und ins Meer ragende Felswände.

Wild und schön: die Küste Donegals

Hollywood jedenfalls hat Donegal bereits für sich entdeckt: Unter anderem wurde hier für den Film „Star Wars: Episode VIII“ gedreht, der 2017 im Kino zu sehen sein wird.

In Donegal wurde für „Star Wars: Episode VIII“ gedreht

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„Mit der wettergeformten Küste, übersät mit aus dem Meer ragenden Steinwänden, ‘Blue Flag’-Stränden und nahe gelegenen Inseln ist Donegal eine Region, die sich noch unentdeckt anfühlt“, begründet der „National Geographic“ seine Entscheidung, die irische Grafschaft zum coolsten Ort der Welt für 2017 zu küren.

Ins Meer ragende Felswände sind typisch für die nordwestliche Küste Irlands

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Tatsächlich ist Donegal noch immer so etwas wie ein Geheimtipp, der in weiten Teilen dem Bild entspricht, das viele hierzulande von Irland haben: Schafe weiden auf sattgrünen Wiesen, an den sich durch die Landschaft schlängelnden Straßen stehen Hütten, und an der Küste erstreckt sich ein Teil des Wild Atlantic Way. Auch Surferstrände findet man hier, von denen zwei, Magheraroarty und Ballyhiernan Bay, dem „National Geographic“ eine lobende Erwähnung wert waren.

Wenn man nach Irland reist, darf man sich einen Besuch in einem Irish Pub natürlich nicht entgehen lassen

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DAS KOMPLETTE RANKING DER COOLSTEN REISEZIELE FÜR 2017

Neben der Grafschaft Donegal haben es noch weitere Reiseziele in die „Cool List“ des „National Geographic“ geschafft. Darunter überraschend auch Düsseldorf. Erst kürzlich war die Rheinmetropole von Auswanderern zur besten deutschen Stadt zum Leben und Arbeiten gewählt worden, und auch in anderen Rankings, etwa der lebenswertesten Städte der Welt von Mercer, taucht Düsseldorf regelmäßig oben auf. Entscheidend für den 15. Platz in der „National Geographic“-Liste der coolsten Reiseziele für das kommende Jahr war die herausragende Kunstszene der Stadt.

Ebenfalls überraschend – und auch zweifelhaft – unter den 17 coolsten Reisezielen für 2017: der Iran. Zwar sei die Regierung auch nach der Annäherung mit dem Westen noch immer „zutiefst konservativ“, so der „National Geographic“, doch keiner würde zurückkommen, ohne die Gastfreundlichkeit der Iraner zu loben.

Die USA schaffte es gleich zweimal ins Ranking: mit Portland – und als ganzes Land. Als Grund wurde unter anderem genannt, dass Virgin Atlantic von Manchester aus ab 2017 Verbindungen nach Boston, San Francisco und New York anbietet.

Platz 1: Donegal, Irland

Platz 2: Santiago, Chile

Platz 3: Helsinki, Finnland

Die verträumte Hafenstadt Helsinki hat es auf Platz 3 der coolsten Reiseziele der Welt geschafft

Platz 4: Grönland

Platz 5: Peru

Platz 6: Aarhus, Dänemark

Platz 7: Kanada

Kanada hat neben seiner rauen Natur auch schöne Städte und sehr freundliche Einwohner

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Platz 8: Portland, Oregon, USA

Platz 9: Indien

Platz 10: Südafrika

Ein Besuch in Südafrika lohnt sich nicht nur wegen Kapstadt, auch die Nationalparks bieten ein faszinierendes Erlebnis

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FARO- PORTUGAL: WAS MAN BESUCHEN KANN

Die größte Stadt der Provinz Algarve, das wirtschaftliche und ökonomische Zentrum. Eine riesige Rolle in der Entwicklung der Wirtschaft der Stadt hat das Erzeugnis des Kochsalzes gespielt. Noch im vorigen Jahrhundert war auf dem Territorium von Faro die reichen Vorkommen entdeckt, in der Nähe von denen schnell die großen Fabriken und Betriebe erwachsen sind. Die Stadt ist auch heutzutage das größte Handelszentrum, und in den letzten Jahren wurde sie für die Touristen dank ihrer einzigartigen Natur und dem Reichtum der kulturellen Erbschaft noch attraktiver.
Wenn man über die Sehenswürdigkeiten von Faro spricht, braucht man unbedingt das wunderliche Naturschutzgebiet Ria-Formosa zu erwähnen. Hier können Sie die Vertreter von Flora und Fauna kennen lernen, einige große Aquarien demonstrieren Ihnen die Vielfalt der Unterwasserbewohner. Im Park gibt es auch die Zonen, die den Vögeln, den Wildtieren gewidmet sind, und in den Aquarien können Sie die Weichtiere und Fische ansehen.

Unter den Architektursehenswürdigkeiten lohnt es sich das Schloss Eshtoy und die Trümmer Mileru auszusondern. Das Schloss wurde im 17. Jahrhundert erbaut, es wird von einem großen Park, der mit den verzierten Skulpturen, Kolonnen und Wasserbecken umgeben ist. In den Schlosssälen werden Sie die Sammlungen altertümlicher Möbel, Gemälde und sonstiger Gegenständen der Innengestaltung beobachten. An der Stelle der Trümmer lag einst das Schloss, das der römischen Aristokratie gehört hat. Heute blieb vom Schloss nur die Mosaik, die ein der Schwimmbäder geschmückt hatte, erhalten.

Noch ein wichtiges Denkmal des Altertums ist das Kloster der Himmelfahrt, das 1543 gebaut wurde. Nicht weniger interessante religiöse Sehenswürdigkeiten sind die Kirche St. Franziskus, Peter-Kirche und die Romanisch-gotische Kathedrale. In der Stadt gibt es auch einige Museen. Das Heimatkundenmuseum bewahrt in sich die Sammlungen wunderschöner Gemälde, und das Museum von Heinrich dem Seefahrer ist den wichtigen geographischen Entdeckungen gewidmet. Man kann auch die Galerie von St. Anthony de Alto, in der die Exposition von Fotografien, Gemälden und Skulpturen ausgestellt ist.
Im Zentrum des historischen Bezirks, auf dem malerischen Platz Largo da Se befindet sich das Hauptsymbol der Stadt – der alte Dom. Der wurde im 13. Jahrhundert gebaut aber stark von den Engländer geschädigt wurde. Die Einwohner haben das Heiligtum neugebaut. Die letzte große Rekonstruktion des Domes wurde im 18. Jahrhunderts durchgeführt. Der Dom ist ein unikales architektonisches Denkmal. Hier werden der unübertroffene gotische Stil und Traditionen der Epoche der Wiedergeburt vereinigt.
Der Kurort wird den Menschen, die gern auf dem Strand liegen und Einkaufen machen und durch die Stadt spazieren gehen, Sport treiben und Partys besuchen, gefallen. Der malerische Strand Praya-de-Faro, der die Touristen durch sein Maßstaben beeindruckt, ist ein wunderschöner Ort für Erholung. Auch in der Hochsaison wird dieser Strand wegen der großen Länge nie überfüllt. Der Strand beginnt am Flughafen, deswegen wird er auch von den Durchreisenden besucht. Der Strand passt sowohl für die ruhige Erholung als auch für aktive Unterhaltungen. Hier gibt es verschiedene Mietpunkte für Sportinventar.

SLOWAKEI: UNSPEKTAKULÄR SCHÖN!

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Gipfelpunkte in der Hohen Tatra sammeln, sich während einer Floßfahrt im Nationalpark Pieninen von Flora und Fauna verzaubern lassen und sich durch die deftige Küche schlemmen: Fernab der ausgelatschten touristischen Pfade in Europa lassen sich in der Slowakei Geheimtipps erkunden – die auch wirklich diesen Namen verdienen. Text: Frank Störbrauck

Wir tuckern ganz entspannt nach oben, 2632 Meter hoch hinaus – und erwarten dort nichts anderes als eine nette Aussicht in die Ferne. Doch auf der Lomnitzer Spitze müssen wir erst einmal tief Luft holen, als wir nach der Fahrt in der erdbeerroten Gondel an der Bergstation angekommen sind. Und das liegt nicht an der dünnen Luft: Weit unten im Tal breitet sich ein Teppich winzig kleiner Dörfer aus, ein azurblauer See ragt aus dem Hügelland um die Städtchen Poprad und Kežmarok hervor.

Reise durch die Slowakei: Blick auf die Berge von der Lomnitzer Spitze

Frank Störbrauck

Dazwischen grüner Wald und saftige Wiesen. Aber für das optische Highlight, für das Sahnehäubchen dieser Kulisse, sorgen die Berge. Die Gipfel der Hohen Tatra wirken, als hätte sie der liebe Gott bei der Schöpfung extra für uns in Reih und Glied angeordnet, damit auch wirklich jeder von uns nur noch seufzt: »Oh, wie schön …«

WAS WIR KANNTEN: BRATISLAVA UND DIE HOHE TATRA

Die Slowakei ist anders, als wir dachten; wobei – Asche auf unser Haupt – keiner von uns so recht sagen kann, wie er sich das Land vorab ausgemalt hat. Das Land ist reich an Sehenswürdigkeiten wie Burgen und Kirchen, an Städten, die an die überraschend mannigfaltige deutsche Vergangenheit erinnern, an Nationalparks, die die reichhaltige Flora und Fauna schützen, so beispielsweise Füchse und Bären in der Tatra. Und mittendrin die Hohe Tatra; sieht man einmal von dem Partyluder Bratislava ab, hat sie auf der touristischen Landkarte der Slowakei seit vielen Jahren die Rolle der Protagonistin inne. Auf 55 Kilometern Länge und 17 Kilometern Breite bietet sie zwar all das, was die Alpen auch bieten, nur eben ein bis­schen kleiner, beschaulicher, günstiger und – das wohl Entscheidende – deutlich authentischer. Massentourismus mit all seinen negativen Facetten, den findet man hier erfreulicherweise nicht.

Reise durch die Slowakei: Bergsteiger auf der Lomnitzer Spitze

Frank Störbrauck

Bevor wir über die Marotten der Touristen fachsimpeln, spendiert uns Touristenführer Marián erst einmal einen Sliwowitz-Schnaps. Das ist ein ziemlich süßlich schmeckender Edelobstbrand aus Zwetschgen, made in Slovakia.

EIN SCHNAPS GEHÖRT ZUM GUTEN TON

Schließlich sollen wir eine kleine Ahnung davon bekommen, wie die Slowakei schmeckt – und außerdem: »Der fördert die Gesundheit und verlängert das Leben«, erläutert Marián. Dazu muss man wissen: Ein Schnaps auf die Gastfreundschaft gehört zur Slowakei wie die Maß Bier zum Münchner Oktoberfest. Wo auch immer man sich in der Slowakei unter die Einheimischen begibt: Ein Sliwowitz-Schnaps – manchmal auch einen Borovica, einen Wacholderbrand – auf die Gastfreundschaft gehört in dem Land zum guten Ton. Und hier gilt: Ist die süffige Versuchung erst einmal eingeschenkt, gibt es kein Zurück. Denn ein nicht geleertes Schnapsglas, so ein ungeschriebenes Gesetz in der Slowakei, könnte ein schweres Unglück nach sich ziehen. Und das wollen wir ja nun wirklich nicht heraufbeschwören: Prost!

Sliwowitz-Schnaps in der Slowakei

Frank Störbrauck

Im Tal angekommen, geht es gleich mit dem Auto weiter. Marián schaltet das Radio ein, der Sender SRO1 spielt gerade den Song »Milovanie v daždi« von Richard Müller auf Mitsing-Lautstärke. Der Sound passt, wir summen mit. Aber noch besser wäre es, wenn wir doch wenigstens ein klitzekleines bisschen Slowakisch mitträllern könnten. Andererseits möchten wir auch nicht zu laut sein, um die Anmut der vorbeiziehenden Szenerie nicht zu stören, denn sieht man einmal von den touristischen Zentren ab, präsentieren sich die Dörfer und Städte in der Hohen Tatra im September wie in einem Dornröschenschlaf. Auch das Wetter passt sich der Stimmung an: Die Sonne strahlt so schön von hoch oben herab, dass sie die Spitzen der Berggipfel zum Strahlen bringt, uns aber nicht zum Schwitzen. Wohl aber haben der Gipfelbesuch und die Fahrt mit dem Auto meinen mittlerweile vernehmbar knurrenden Magen in Wallung gebracht.

MAMPFEN WIE BEI MAMA IN DER NÄHE DER ZIPSER BURG

Eine exzellente Gelegenheit, ihn für den Rest des Tages zum Schweigen zu bringen, bietet sich im Restaurant Spišský salaš in der Nähe der Zipser Burg.

Reise durch die Slowakei: Blick auf die Zipser Burg

Frank Störbrauck

Das Spišský salaš profitiert zweifelsohne davon, dass die Touristen einen gewissen folkloristischen Reiz an dem Restaurant entdeckt haben. Die gute Stube ist auf traditionelle Weise holzgetäfelt, an den Wänden hängen Bilder, die Schäfer bei der Arbeit zeigen, und zur musikalischen Untermalung trällern Folkloresongs durch die Boxen.

DIE SCHWEINEPARADE LACHT UNS AUF DER SPEISEKARTEN ENTGEGEN

Beim Blick auf die Speisekarte ahnen wir, dass die Verköstigung keine Blaupause für unsere nächste Diät werden wird. Denn da lachen sie uns entgegen, die deftigen Fleischgerichte: Schweineparade (!) mit Schulter und Lende, herzhaftes Gulasch und knusprige Schnitzel, gebratenes Hammelfleisch mit Sauerkrautkartoffelnockerln. Ja, die Nockerln. Sie sind in der Slowakei das, was in Deutschland das Sauerkraut ist: Staatsgericht. Darf also nirgends fehlen. Auf der Karte gibt es die Nockerln in allen möglichen Variationen: mit Schafsfrischkäse oder Sauerkraut, mit Topfen oder gezuckert in der süßlichen Variante.

Typisches Gericht in der Slowakei

Frank Störbrauck

Als die Reste der Fleischberge samt Nockerln abgeräumt werden, möchten wir am liebsten nur eins: ins Bett purzeln. Aber das kommt nicht in die Tüte. Marián hat ehrgeizige Pläne …

Die Region Zips wirkt wie eine gelebte slowakische Beschaulichkeit, eine romantische Gegend mit aufsehenerregender gotischer Kunst, aber ohne touristisches Spektakel. Interessant ist die Region, die sich von Poprad entlang dem gleichnamigen Fluss bis zum Branisko-Gebirge zieht, auch für ihre unberührte Natur samt Block-Kalkstein-Bergen – die sich dem Besucher vor allem im Nationalpark Pieninen an der Grenze zu Polen mit ganzer Wucht präsentiert. Mit seinen rund 37,5 Quadratkilometern ist er der kleinste der neun slowakischen Nationalparks. »Den Zauber des Parks erfährt man am besten während einer Floßfahrt«, prophezeit Marián und steuert zielsicher das »Rote Kloster« unweit des Flusses Dunajec an.

EINE FLOSSFAHRT AUF DEM DUNAJEC IST BALSAM FÜR DIE SINNE

Am Ufer des Flusses treffen wir Peter, den Flößer unserer heutigen Tour auf dem Dunajec. Peter, Anfang 30, ist ein Hüne, fast zwei Meter groß, mit trainierten, muskulösen Armen und stechend blauen Augen. Ein Slawe wie aus dem Bilderbuch.

Peter, einer der Flößer auf dem Dunajec in der Slowakei

Frank Störbrauck

So wie die anderen Flößer trägt auch er die traditionelle Kleidung der Goralen, eine an der polnisch-slowakischen Grenze lebende Volksgruppe: eine üppig mit Blumenmustern bestickte blaue Weste und ein mit Federn und Muscheln verzierter Hut. Er begrüßt uns mit einem kräftigen Händedruck, und nachdem wir Platz genommen haben, geht es auch schon los.

Vor uns liegt eine rund anderthalbstündige Floßfahrt durch das enge Durchbruchstal bis nach Lesnica. Peter weiß alles über den Fluss, das liegt ihm quasi im Blut. Seit mehr als 150 Jahren betreiben die Goralen die Floßfahrt, sagt er.

»Unsere Vorfahren haben das Holz von hier über die Weichsel bis zur Ostsee gefahren und sich damit ihren Lebensunterhalt verdient«, erklärt er.

Auf die Frage, was es mit den vielen Muscheln auf seinem Hut auf sich hat, antwortet er kurz und knapp: »Pro Frau eine Muschel«. Als wir seine Antwort mit einer Mischung aus Bewunderung und Skepsis goutieren, lacht er laut los. »Ihr seid aber leichtgläubig. Was denkt ihr von mir?«, fragt er in die Runde. Nun ja, diese Muskeln, denke ich. »Das war ein Scherz. Früher erhielt jeder Flößer, der die sechsmonatige Tour bis zur Ostsee erfolgreich gemeistert hatte, eine Muschel an den Hut gesteckt«, klärt er uns auf.

ICH PADDELE ÜBER DEN DUNAJEC

Dann plötzlich macht er eine Pause, dreht sich um, zeigt auf seine Paddel und fragt mich: »Möchtest du mal?« Was für eine Frage! Ich will sofort. Die Abendsonne kämpft sich mit ihren letzten Strahlen in das Dunajec-Tal, die Ruhe ist himmlisch, also her damit. Viel muss ich nicht tun, das Floß bewegt sich fast wie von selbst. Aber ich täusche Geschäftigkeit vor, jetzt bloß nicht blamieren. Das Paddel drücke ich tief ins Wasser, mal nach links, mal nach rechts.

Frank Störbrauck

Für die winkenden Wanderer und Radfahrer rechts des Flusses habe ich keinen Blick, ich genieße das durch die Äste der Bäume flutende Sonnenlicht und den Blick auf die massiven Kalksteinberge. Ein Idyll. Dumpf hallt der Schlag meines Paddels von den bis zu 500 Meter hohen Bergen wider. Ja, der Dunajec gehört mir!

Wenige Minuten später sitze ich vor mich hindösend am Ende des Floßes. ich blicke verträumt in die Landschaft und habe bereits die Welt um mich herum vergessen. Ich höre nichts als das Plätschern des Flusses und Bäume, die jedes Lüftchen in einen rauschenden Ozean verwandeln; das Hier und Jetzt, das kann man auf dem Dujanec so wunderbar leicht vergessen.

DEN TAG AM FLUSS REVUE PASSIEREN LASSEN

Als wir in die Zielgerade einbiegen und zwei kräftige junge Männer am Ufer bereitstehen, um unser Floß an Land zu ziehen, kehrt die Realität zurück. Am Ufer schäumen Rinnsale zwischen den vom Wasser polierten Steinen. In der Ferne quaken Enten um die Wette. Ich schnappe meinen Rucksack, marschiere los und lasse den Tag Revue passieren. Ich muss an einen Mann denken, der mich auf der Lomnitzer Spitze lachend fragte, ob ich die Wahrheit schreibe oder dass es mir gefällt. Die Entscheidung fällt mir leicht: Ich entscheide mich für beides.

Veranstalter. Dertour bietet in seinem Katalog »Europas Osten« eine Unterbringung im stilvollen Vier-Sterne-Haus »Grandhotel Praha«, das am Fuße der Lomnitzer Spitze liegt. Sieben Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive Halbpension kosten ab € 357 p. P., www.dertour.de

Infos. Slowakische Zentrale für Tourismus, Hildebrandstr. 25, 10785 Berlin, Tel.: 030 259 426 40, slovakia.travel/de

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